Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) - Akupunktur

 

Was sind die Unterschiede zwischen unseren westlichen und den östlichen medizinischen Traditionen?

Was die Krankheiten betrifft, so sind Krankheiten im Osten schließlich die gleichen wie die im Westen, da gibt es prinzipiell keine Unterschiede.

Die unterschiedlichen Kulturen jedoch repräsentieren zwei verschiedene Welten, im Hinblick auf die medizinischen Wahrnehmungs- und Herangehensweisen an Krankheiten.    

In der westlichen medizinischen Tradition geht es um Ursache und Wirkung. Es wird analytisch auf die Symptome geschaut, um diese - als primäres Ziel - einer einzigen genauen Ursache, einer speziellen, isolierten Krankheit zuzuordnen, die es zu bekämpfen bzw. zu beseitigen gilt.

Der chinesische Weg des Heilens ist ein völlig anderer. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Aufmerksamkeit auf das gesamte körperliche und psychische Individium gerichtet; es handelt sich also um eine ganzheitliche Betrachtung.            

Gesundheitliche Störungen zeigen in der TCM immer eine Situation des Ungleichgewichts im Körper an. Die gesundheitliche Störung wird nicht einfach “Krankheit XY” genannt, sondern stellt ein Disharmoniemuster” dar. Dieses bestimmte Muster wird ermittelt und erkennbar durch Betrachtung und Verknüpfung aller wichtigen Informationen, einschließlich der Symptome. Dabei spielt die besondere Diagnostik der TCM eine große Rolle; es werden wichtige Aspekte des menschlichen Körpers mit in Betracht gezogen, die in der westlichen Medizin keine Bedeutung haben (z.B. Puls- und Zungendiagnostik).

In der chinesischen Medizin geht es nicht um Ursache und Wirkung. Die TCM schaut auf die Beziehungen, welche die verschiedenen erkannten Merkmale untereinander haben und ordnet sie dann einem Disharmoniemuster zu, das von Fall zu Fall unterschiedlich ist. Auch dann, wenn zwei Menschen an der gleichen Krankheit leiden, wird die chinesische Medizin unterschiedliche Disharmoniemuster erkennen und dementsprechend auch unterschiedlich behandeln.
Es ist also eine vollkommen andere Denk- und Vorgehensweise als in der westlichen Medizin, die jedoch nicht weniger logisch und, genau betrachtet, auch nicht weniger wissenschaftlich ist, als diese.

Mit der Jahrtausende alten Tradition Ihrer erfolgreich angewandten Heilmethoden genießt die chinesische Medizin weltweit großes Ansehen; vor allem deshalb, weil ihre Wirksamkeit in der klinischen Praxis bestätigt wird.

 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
 

 
 
 
 

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Im Zentrum des chinesischen Denkens über die Natur steht die universelle Lebensenergie / Lebenskraft, die “Qi” (gesprochen: Tschi) genannt wird. Alles Lebendige ist erfüllt von dieser Lebensenergie Qi, mit ihren Anteilen Yin und Yang. Diese beiden Anteile stellen ein Spannungsfeld der Kräfte im Körper dar; wie die Gegenpole Plus und Minus ergänzen sie sich aber ständig wechselseitig und bilden damit eine natürliche und harmonische Ganzheit. Das vollkommene Gleichgewicht zwischen Yin und Yang ist die Grundlage für Wohlbefinden und stabile Gesundheit.
Ist dieses Gleichgewicht nicht mehr gegeben, so führt das zur Schwächung der Lebensenergie und zu Krankheiten.

Das Qi mit seinen Anteilen Yin und Yang durchströmt den Körper in sogenannten Meridianen, die man auch als Leitlinien oder Energiekanäle bezeichnet. Sie überziehen den Körper wie Straßen eine Landkarte. In den Meridianen fließt und zirkuliert das Qi. Sie liegen in verschiedener Tiefe unter der Haut und sind verknüpft mit einem inneren Organkreislauf. Auf den Meridianen befinden sich Hunderte von definierten Akupunkturpunkten, auf / in denen das Qi in bestimmten Vertiefungen erreich- und beeinflussbar ist - durch die Behandlung mit speziellen  Akupunkturnadeln, welche in diese Punkte eingebracht werden.

Bei Erkrankungen liegen Störungen im Bereich des Qi vor. Der harmonische Fluss der Vitalenergie ist nicht mehr gegeben. Man spricht in der chinesischen Medizin von Disharmoniemustern, die es zunächst zu erkennen gilt. Dabei handelt es sich um sogenannte Leere- , Fülle- , Hitze-  und Kältemuster. Störungen entstehen, wenn von etwas zu viel oder zu wenig im Energiesystem vorhanden ist. Auch können Blockaden im Energiefluss entstehen.

Bei der Akupunkturtherapie wird das energetische Potential des Menschen beeinflusst. Der Fluss des Qi im Inneren des Körpers wird harmonisiert; Blockaden im Energiefluss können aufgelöst und das Gleichgewicht der Lebensenergie im Organismus wieder hergestellt werden.

Bei der Wirksamkeit der Akupunktur geht es nicht nur um die richtige Auswahl der Akupunkturpunkte, sondern vor allem auch um die richtige Kombination der Punkte untereinander. Auch muss die Art (Technik) der Nadelung auf das jeweilige Erscheinungsbild der Erkrankung abgestimmt und die psychische Bedeutung der jeweiligen Akupunkturpunkte berücksichtigt werden.
            Um absolute Sterilität zu gewährleisten, werden in meiner Praxis ausschließlich sterile Einmalnadeln verwendet. Akupunkturnadeln sind sehr, sehr dünn, daher ist ihr Einstich kaum schmerzhaft. Sind die Nadeln dann eingebracht, so spürt man sie entweder gar nicht mehr, oder es entsteht ein Wärme- oder Kribbelgefühl. Manche Patienten schlafen während der Behandlung ein, und fast alle fühlen sich nach der Behandlung sehr entspannt.

Bei folgenden Erkrankungen kann die Akupunktur erfolgreich eingesetzt werden:

  • chronische Rückenschmerzen / Wirbelsäulen- und Bandscheibenprobleme

  • Migräne / chronische Kopfschmerzen wie Spannungskopfschmerzen

  • Infektanfälligkeit / rezidivierende Infekte / Abwehr- /Immunschwäche

  • chronische Nebenhöhlenentzündungen

  • Autoimmunerkrankungen

  • Allergien / Heuschnupfen / Asthma

  • Neurodermitis

  • Rheuma

  • Hautkrankheiten

  • Magen-Darm-Beschwerden

  • Müdigkeit, chronische (CFS)

  • Psychosomatische Erkrankungen

  • Ess- und Körpergewichtsstörungen / Adipositas

  • Schlafstörungen / Erschöpfungszustände

  • depressive Verstimmungszustände

  • Klimakterische Beschwerden (Wechseljahresbeschwerden)

  • Nikotinabhängigkeit u. a. Suchterkrankungen

  • u. v. a.

 
 

 

 

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